FAQ - Häufigen Fragen und Antworten



Sie haben eine Frage? Gerne beatnworten wir Ihnen jede Fragen persönlich, aber vielleicht wurde Ihre Frage bereits gestellt und hier beantwortet. Sehen Sie sich einfach bitte kurz um, ob Ihre spezielle Frage bei den „Häufigen Fragen und Antworten“ genannt wird.

Sollten Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, kontaktieren Sie uns einfach telefonisch unter 040/25 446 - 220, via Mail an info(at)emporium-merkator(dot)de oder per Kontaktformular.

Klicken Sie einfach auf einen der nachfolgend genannten Punkte, um zu Ihren Antworten zu gelangen.


Was macht Münzen-Sammeln so spannend? Warum sammeln so viele Menschen „Geld“?



Das Sammeln von Münzen verbindet den Menschen mit Geschichte und ermöglicht es, etwas Wertvolles und zugleich Schönes zusammen zu tragen. Das „Sammeln“ selbst ist so alt wie die Menschheit. Schon Könige, Fürsten und reiche Geschäftsleute, aber auch einfache Bürger, sammelten Münzen.

Zu einer Zeit in der es weder Fernsehen, Radio oder das Internet gab, waren Münzen Informationsquellen, die z.B. über den Amtsantritt eines neuen Monarchen informierten. Sie drückten die Stärke des Regenten aus und dienten gleichzeitig der Festigung der Macht.

Heutzutage gibt es viele Gründe mit dem Münzen sammeln anzufangen, z.B. das Interesse an geschichtlichen Ereignissen oder wichtigen Persönlichkeiten der Politik, der Wissenschaften oder der Kunst. Sammler schaffen beim Anlegen einer Sammlung ein umfangreiches Wissen über Hintergründe und Zusammenhänge der Geschichte. Gleichzeitig bewahren Sie mit Münzen Ereignisse für spätere Generationen. Nur Sie können Ihren Kindern berichten und zeigen, dass Sie z.B. bei der Mondlandung dabei waren.

Leben Sie Ihre Geschichte in Münzen.


Steigen Sammler-Münzen immer im Wert?



Ob eine Münze im Wert steigt hängt von vielen verschiedenen Faktoren, wie z.B. existierende Auflage, Erhaltung oder dem Zeitraum seit der Ausgabe ab.

Auch neue Münzen können aufgrund einer großen Nachfrage zu einem bestimmten Motiv, z.B. 5 Euro Turmfalke Luxemburg 2009, schnell im Wert steigen, da nicht genügend Münzen für alle Sammler zur Verfügung stehen. Daher kann man nur schwer voraussagen, ob eine Münze im Wert steigt oder nicht. Um sich hier auszukennen, hilft nur Erfahrung.


Gibt es bei Münzen Unterschiede in der Prägequalität?



Münzen werden aus verschiedenen Materialien sowie in unterschiedlichen Qualitäten geprägt. Dabei haben sich folgende Qualitäten als Standard etabliert:

- Spiegelglanz oder Polierte (PP)
- Stempelglanz (st)
- bankfrisch (bfr)
- Vorzüglich (vz)
- sehr schön (ss) oder
- schön (s)

Insbesondere die Ausprägungen PP und st sind bei modernen Münzen zu finden. Historische Münzen werden nur sehr selten in st angeboten und erzielen dann entsprechend hohe Preise.


Kann man im Umlauf „wahre Schätze“ finden?



Ja, man kann auch im normalen Geldumlauf sogenannte „wahre Schätze“ finden. Immer wieder gelangen wertvolle Sammlerstück in den normalen Umlauf, da Münzlaien den eigentlichen Wert nur schwer beurteilen können und entsprechend die Münzen lieber ausgeben. Wenn Sie sich nicht sicher über den Wert einer Münze sind, sprechen Sie uns bitte unter info(at)emporium-merkator(dot)de oder 0180/575 75 95* an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

*(0,14 €/min. ID aus dem Festnetz der T-Com, Mobilfunkhöchstpreis: 0,42 €/min.)


Was sind Fehlprägungen?



Bei Fehlprägungen handelt es sich um Münzen die trotz neuem Motiv mit einem alten Stempel geprägt wurden, die aus falschem Material bestehen oder die ausversehen doppelt geprägt wurden. Zum Beispiel wurden bei den 2 Euro-Münzen "Hamburger Michel" noch Roden mit der alten Wertseite verwendet, so dass es Exemplare mit neuer und alter Wertseite gibt. Diese speziellen Fehler in der Produktion sind sehr selten und machen solche Münzen zu extrem seltenen und wertvollen Exemplaren. Es gibt vielfältige Varianten bei Fehlprägungen.


Wie erkenne ich Falschgeld (in Münzenform)?



Am häufigsten werden die 2 Euro Münzen gefälscht, da diese das höchste gängige Nominal im Münzformal darstellen. Erkennen kann man die Münzen am Gewichtsunterschied (exakt 8,50 g), an der Größe (ø 25,75 mm), an der Dicke (2,20 mm) oder am Aussehen (häufig weichen die Fälschungen dem Original stark ab). Aber: es gibt auch fast perfekte Fälschungen, die nur mit aufwändigen Verfahren entlarvt werden können. Für den Laien ist es sehr schwer, eine falsche 2 Euro Münze zu bemerken. Da es inzwischen extrem viele unterschiedliche Motive aus allen Ländern gibt, hat man kaum ein Überblick, ob einem ein Motiv komisch vorkommt.

Eine weitere Art von Fälschungen sind ähnlich aussehende Münzen aus dem Ausland. Die 10 Baht Münze aus Thailand ist eine davon. Wenn man sich die Münzen nicht genau ansieht, kann es vorkommen, dass man auf einmal eine nicht Euro-Münze im Portemonnaie vorfindet. Der Gegenwert dieser 10 Baht Münze beträgt gerade einmal ca. 25 Cent.


Warum sollte ich meine Münzen und Medaillen versteigern lassen?



Eine Auktion ist die beste Gelegenheit, Münzen und Medaillen zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Das Zusammentreffen eines begeisterten Sammler- und Händlerpublikums aus dem In- und Ausland garantiert, dass der erzielte Verkaufspreis den auf dem Sammlermarkt zu dem Zeitpunkt erzielbaren Wert widerspiegelt.

Das numismatische Team von Emporium Hamburg verfügt über die Erfahrung von mehr als 60 mit großem Erfolg durchgeführten Auktionen und berät Sie gern über die Verwertbarkeit Ihrer Münzen und Medaillen. Als Einlieferung in eine internationale Auktion werden grundsätzlich sowohl hochwertige Einzelstücke als auch ganze Sammlungen entgegengenommen.


Wann und wie liefere ich richtig ein?



Beachten Sie bitte unbedingt den Einlieferungsschluss zur Auktion. Dieser liegt mindestens drei Monate vor dem geplanten Auktionstermin, den Sie hier erfahren können.

Wenn Sie in unsere Auktion einliefern wollen, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unserem numismatischen Experten Herrn Dr. Fischer, denn jeder Einlieferung geht eine umfassende Beratung und vertrauliche Schätzung der Werte in unserem Haus oder bei Ihnen vor Ort voraus.

Grundsätzlich nehmen wir sowohl hochwertige Einzelstücke als auch ganze Sammlungen für unsere Auktionen entgegen. Der Gesamtwert Ihrer Einlieferung muss mindestens Euro 1.500,- betragen, wobei der Schätzpreis pro Einzellos zwischen Euro 75,- und Euro 100,- liegen sollte. Geringwertigere Einzellose werden ggf. zu sogenannten Lots zusammengefasst oder Sie erhalten die Lose nach Abschluss der Bearbeitungszeit zurück.

Die Schätzpreise werden vom Auktionsteam nach Marktlage festgesetzt. Limitvorgaben werden nur in Einzelfällen akzeptiert.


Wann erhalte ich meine Auktionserlöse?



Die Abrechnung der Einlieferungen erfolgt ca. 45 Tage nach Auktion und Beendigung des Nachverkaufs. Der Auktionserlös errechnet sich aus der erzielten Zuschlagssumme abzüglich einer Provision, den Gebühren für Fotos sowie Losgebühren. Nicht verkaufte Waren erhalten Sie von uns zurück.


Ich möchte meine Werte zeitnaher veräußern. Habe ich eine Alternative zur Auktion?



Ja, neben der Auktionseinlieferung bieten wir Ihnen jederzeit die Möglichkeit, Einzelstücke, Sammlungen oder Nachlässe nach Sichtung und Bewertung auch direkt an uns zu verkaufen. Ein Direktankauf erfolgt zu marktgerechten und sammlerfreundlichen Preisen. Eine Barauszahlung der Verkaufssumme ist möglich. Wir garantieren Ihnen eine schnelle und diskrete Abwicklung.


Wie kann ich als Bieter an einer Auktion teilnehmen?



Sie haben drei Möglichkeiten, an einer Saalauktion von Emporium Hamburg teilzunehmen: persönlich, schriftlich, telefonisch.

Die spannendste Möglichkeit ist selbstverständlich die aktive Teilnahme vor Ort. Kommen Sie nach Hamburg und erleben Sie im Auktionssaal das Geschehen hautnah mit. Entscheiden Sie persönlich und direkt, auf welches Los und wie hoch Sie bieten wollen und nehmen Sie Ihre neu ersteigerten Schätze gleich mit nach Hause.

Können Sie aus Zeitgründen nicht persönlich teilnehmen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Gebote schriftlich abzugeben. Hierfür müssten Sie uns Ihren Gebotsschein (Gebotsschein als PDF runterladen) mit den gewünschten Losen und entsprechenden Gebotshöchstpreisen per Post, Fax oder Email zukommen lassen. Sie können auch unsen Online-Gebotsschein für die Gebotsabgabe nutzen. Geben Sie Ihre Gebote möglichst frühzeitig auf, denn bei gleichhohen Geboten erhält das zuerst eingegangene den Zuschlag.

Sie können nicht zur Auktion kommen, möchten aber trotzdem aktiv teilnehmen? Auch für diesen Fall haben wir eine Alternative. Registrieren Sie sich als Telefonbieter und wir rufen Sie während der Auktion kurz vor der Versteigerung der gewünschten Lose an. Sie können so live erfahren, was Sie bieten müssen, um ein gewünschtes Los zugeschlagen zu bekommen.

Für weitere Fragen zum Thema „Teilnahme als Bieter“ kontaktieren Sie bitte unser Auktionsteam.


Was muss ich als schriftlicher Bieter beachten?



Der im Katalog abgedruckte Preis zu jeder Losnummer ist ein Schätzpreis. Dieser Preis muss nicht zwangsläufig dem tatsächlichen Handelswert entsprechen. Er ist lediglich ein Ausgangswert für eventuelle Steigerungen. Die Zuschlagspreise sind oft viel höher als die Schätzpreise.

Der Schätzpreis kann um 10% unterschritten werden, um während der Auktion den sofortigen Zuschlag erhalten zu können. Wird er um mehr als 10% unterboten und liegt kein höheres Gebot vor, so erfolgt der Zuschlag erst unter Vorbehalt bis zur endgültigen Klärung mit dem Einlieferer. Liegen weitere Gebote vor, erfolgt der Zuschlag im Rahmen der in den Versteigerungsbedingungen und im Gebotsschein ersichtlichen Steigerungsstufen. Dabei werden schriftliche Gebote von uns stets interessewahrend für Sie ausgeführt, das heißt, so günstig wie möglich.

Beispiel: Ein Los ist mit Euro 100,- geschätzt. Ihr Gebot ist Euro 200,-. Es findet sich nur ein weiterer Bieter, der bereit ist, Euro 100,- zu zahlen. Sie erhalten dann den Zuschlag entsprechend der Steigerungsstufen für Euro 105,-


Was muss ich als Telefonbieter beachten?



Wenn Sie telefonisch mitbieten möchten, bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen, uns diesen Wunsch bis spätestens 48 Stunden vor Auktionsbeginn schriftlich mitzuteilen. Aus der Erfahrung heraus kann es immer mal vorkommen, dass eine Telefonverbindung, insbesondere zu Mobiltelefonen, nicht zustande kommt oder gestört wird oder sonstige Ereignisse auf Kundenseite dazu führen, dass kein Telefongebot abgegeben werden kann. Emporium Hamburg übernimmt für diesen Fall keine Haftung. Um Enttäuschungen vorzubeugen, raten wir Ihnen dringend,  im Vorfeld ein Höchstgebot auf die gewünschten Losnummern abzugeben, um im Falle eines Falles Ihre Chance zu wahren, einen Zuschlag zu erhalten.

Unser Auktionsteam berät Sie gern über alle Einzelheiten des Telefonbietens.
Beachten Sie aber bitte schon heute: telefonische Gebote können im Regelfall nur für Lose mit einem Schätzpreis über Euro 500,- angenommen werden.


Ich kann leider nicht persönlich an der Auktion teilnehmen, muss ich mich als schriftlicher Bieter dann allein auf die Beschreibung und ggf. die Abbildung im Auktionskatalog verlassen?



Nein, wir bieten jedem Kunden die Gelegenheit, das Auktionsgut in unseren Geschäftsräumen im Vorfeld der Auktion zu besichtigen. Die von uns festgesetzten Besichtigungswochen können Sie auf der Seite ‚Ablauf und Termine‘ einsehen. Bitte kontaktieren Sie bei Interesse unser Auktionsteam und vereinbaren Sie Ihren ganz persönlichen Besichtigungstermin.

Für Kunden, sie nicht zur Vorbesichtigung nach Hamburg reisen können, bieten wir zudem die Möglichkeit einer sogenannten Ansichtssendung. Auf Risiko des Kunden senden wir die gewünschten Lose für eine Vorbesichtigung für wenige Tage zu. Die Rücksendung erfolgt auf Kosten und Risiko des Kunden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir bei Neukunden verlässliche Referenzen einfordern und prüfen. Nennen Sie uns eine Münzenhandlung, mit der Sie bereits in Geschäftsverbindung stehen.



Welche Kosten fallen für mich an?



Wir berechnen 15% Aufgeld auf den jeweiligen Zuschlagspreis. Auf den daraus entstehenden Gesamtpreis (Zuschlag + Aufgeld) wird der jeweils gültige Mehrwertsteuersatz (z.Zt. 7% bzw. 19%) erhoben.


Ergebnisliste und Rücklosverkauf



Alle Lose, die auf der Auktion nicht verkauft wurden, können innerhalb von vier Wochen nach der Auktion zu 90% des Schätzpreises (zzgl. Aufgeld und MwSt.) gekauft werden. Die Ergebnis- und Rücklosliste können Sie auf unserer Internetseite wenige Tage nach der Auktion einsehen. Aber bitte beachten Sie: viele Rücklose sind schnell vergriffen. Seien Sie also schnell bei der Bestellung.

Die Ergebnis- und Rücklosliste der Auktion wird allen Auktionsteilnehmen auch per Post zugeschickt.



Warum gibt es auf den deutschen Münzen verschiedene Prägebuchstaben?



Bedingt durch die Kleinstaaterei in Deutschland bis Mitte des 19. Jh. hatte viele Fürstentümer ihre eigene Münzherstellung. Mit der Deutschen Reichsgründung 1871 ging das Münzrecht der einzelnen deutschen Staaten an das Reich über. Der Bundesrats beschloss dann am 7. Dezember 1871, das die Großbuchstaben des Alphabets als Münzzeichen  verwendet werden sollen. Im Laufe des 20. Jh. sind bis heute insgesamt fünf Prägestätten erhalten geblieben, die die Buchstaben A - J tragen (A=Berlin, D=München, F=Stuttgart, G=Karlsruhe, J=Hamburg).


Welche Münzen werden jährlich von Deutschland offiziell ausgegeben?



Offiziell werden vom Bundesministerium der Finanzen folgende Gedenk-Ausgaben jährlich emitiert: 1x 2 Euro zum Thema Bundesländer, 5x 10 Euro Silber-Gedenkmünzen zu verschiedenen aktuellen Themen, 1x 20 Goldeuro zum Thema Deutscher Wald und 1x 100 Goldeuro zum Thema UNESCO Weltkulturerbe. Oftmals wird noch eine 10 Euro Silber-Gedenkmünze zusätzlich ausgegeben. Auch bei den 2 Euro Stücken gibt es in einigen Jahren 2 Gedenkmünzen, wenn die Euro-Länder eine Gemeinschaftsausgabe emitieren. Neben den Euro-Gedenkmünzen werden jährlich noch Millionen Münzen für den normalen Geldumlauf geprägt.


Warum ist das Nominal bei den deutschen Gedenkmünzen aus Gold unter dem Edelmetall-Wert?



Goldmünzen werden üblicherweise immer zum aktuellen Goldwert gehandelt und nicht zum Nominalwert. Die Angabe des Nominalwertes hat daher eher einen symbolischen Charakter, um die Münze zu einem offiziell gültigen Zahlungsmittel zu machen. Damit wird zugleich der Sammlerwert erhöht. Gleichzeitig wird aus einer Medaille eine Münze. Zusätzlich verhindert man so, dass Goldmünzen in den regulären Geldumlauf kommen, da der Goldwert den Nominalwert übersteigt.


Sind die deutschen 10 Euro Gedenkmünzen tatsächlich offizielle Zahlungsmittel?



Ja die deutschen Gedenkmünzen sind in Deutschland offizielles Zahlungsmittel mit einem Nominalwert in Höhe von exakt 10 Euro. Jedoch macht es keinen Sinn mit diesen Münzen z.B. seinen nächsten Einkauf zu bezahlen, denn häufig werden für viele ältere Ausgaben von Sammlern bereits Preise über 10 Euro gezahlt. Dies hängt mit dem steigenden Sammelwert der vergangenen Jahre zusammen. Sollten Sie es dennoch versuchen, scheitert das Bezahlen häufig an der Unwissenheit der Kassierer, die sich weigern, die 10 Euro Münzen anzunehmen.

In den anderen Euro-Ländern können Sie mit z.B. den 10 Euro-Gedenkmünzen nicht bezahlen, da diese nur im Ausgabeland ein gültiges Zahlungsmittel darstellen. Grund dafür sind die verschiedenartigen Wertseiten, die es für den Laien schwer machen, die Münze als offizielles Zahlungsmittel zu identifizieren.


Sind Euro-Gedenkmünzen in jedem Euro-Land gültiges Zahlungsmittel?



Die auf Euro lautenden Gedenkmünzen sind jeweils nur im Emissionsland gültiges Zahlungsmittel. Für die deutsche Silber und Gold Euro-Gedenkmünzen ist dies in § 3 des Münzgesetzes geregelt.

Eine Ausnahme von dieser Regelung bilden die 2 Euro-Sondermünzen. Diese tragen immer die gleiche Wertseite und können somit auch in jedem Euroland als Zahlungsmittel verwendet werden.


Sagt man Euros oder Euro? Was ist richtig?



Der Duden beantwortet diese Frage recht eindeutig: Im Plural trägt der Euro stolz ein ''s''. Wenn Sie also demnächst Ihre Euros auf dem Sparkonto vermehren möchten oder Ihre Münzen im sogenannten Sparstrumpf sammeln, darf das Plural- ''s'' nicht fehlen.

Doch warum sagt man dann an der Kasse 6 Euro? Hier gilt die Ausnahme: Sobald der Euro in direkter Verbindung mit einer Zahl steht, bleibt er ohne Plural- ''s''. Beim Genitiv dürfen Sie sich hingegen frei entscheiden. Sind Sie stolzer Besitzer eines Euros oder eines Euro - laut Duden ist beides korrekt.


Woraus bestehen die 1 und 2 Euro Münze?



Beide Münzen bestehen jeweils aus einer Kupfer, Zink und Nickel Mischung. Dabei werden der goldfarbene Ring der 2 Euro-Münze sowie der Kern der 1 Euro-Münze zu 75 Prozent Kupfer, 20 Prozent Zink und 5 Prozent Nickel gefertig. Der jeweilige silbernfarbene Teil wird hingegen aus einer Kupfer/Nickel (75 Cu/25 Ni) Legierung geprägt. Viele Gedenkmünzen aus aller Welt bestehen inzwischen aus einem sogenannten Bimetall. Ein interessantes neues Material hat Österreich eingeführt: Niob, ein Metall, das sich durch Hitzeeinwirkung verfärben lässt, kombiniert mit Silber.


Kann auch in den europäischen Ländern Andorra und Liechtenstein mit dem Euro bezahlt werden?



Im Zwergestatt Andorra wird seit der Einführung des Euros dieser als offizielles Zahlungsmittel genutzt. Andorra gehört nicht zur EU und hat bislang auch keine Währungsvereinbarung mit der Europäischen Union abgeschlossen. Daher exitieren bisher auch keine Euro-Münzen aus dem kleinen Land zwischen Frankreich und Spanien. Liechtenstein hingegen hat eine Währungsunion mit der Schweiz abgeschlossen. Die gültige Landeswährung ist demnach der Schweizer Franken.


Ist der Euro in allen französischen Übersee- Territorien gesetzliches Zahlungsmittel?



Die franzosischen Übersee-Departements wie Französisch-Guyana haben zeitgleich mit dem Mutterland 2002 den Euro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Für ehemaligen französischen Übersee-Territorien in Afrika gilt jedoch eine Sonderregelung. Hier bleibt die bisherige Währung CFA erhalten.

Der bisherige CFA-Franc (CFA steht für Coopération Financière en Afrique Central) ist jetzt alledings an den Euro statt an den Franc gekoppelt. Für die Einhaltung der Parität ist das französische Finanzministerium und nicht die Europäische Zentralbank verantwortlich. Es gilt der Wechselkurs: 1 Euro = 665,957 CFA-Francs.


Warum haben auch Monaco, San Marino und der Vatikan Euro-Münzen mit eigenen nationalen Rückseiten eingeführt?



Die Länder Monaco, San Marino und Vatikan haben schon vor der Einführung des Euros eine Währungsunion mit Frankreich bzw. Italien gebildet. So waren vorher der Franc bzw. die Lira gültige Zahlungsmittel. Mit der Einführung des Euros wurde dann auch Monaco, San Marino und dem Vatikan das Recht zugebilligt, festgelegte Kontingente an Euro-Münzen mit eigener nationaler Rückseite zu prägen und auszugeben.


Sollte ich in Edelmetallen investieren? Wenn ja, in welche?



Die Anlage in Edelmetalle hängt davon ab welchen Hintergrund Sie mit Ihrer Geldanlage verfolgen. Insbesondere in unsicheren Zeiten tendieren Anleger dazu, Ihre Reserven in Gold und Silber anzulegen, denn Edelmetalle sind ein zuverlässiger Schutz seit mehr als 5000 Jahren. Bei einem Investment sollten Sie jedoch darauf achten, nur in physisches Gold, Silber, etc. zu investieren und nicht in Zertifikate, die ein Ausfallrisiko in sich tragen, sobald der Anbieter Konkurs anmelden muss.

Des Weiteren ist eine Anlage in Edelmetalle für Jeden interessant, der eine langfristige Investitionsmöglichkeit und stetige Wertentwicklung sucht. Für ein kurzfristiges Invesment ist eine Anlage in z.B. Gold oder Silber nur bedingt sinnvoll, da die Kursgewinne erfahrungsgemäß nur gering ausfallen.


Steigen die Edelmetall-Kurse immer oder fallen sie auch mal?



Die Kursentwicklung von Edelmetallen unterliegt, wie bei Aktien auch, dem Angebot und Nachfrage an der Börse. Entsprechend kann der Wert von Gold und Silber steigen oder auch fallen. Edelmetalle bieten gegenüber Aktien aber den Vorteil, dass diese seltener sind und physisch im Besitz des Anlegers vorhanden sind.


Soll ich besser in Gold- und Silbermünzen oder in Barren anlegen?



Die Anlage in Gold ist bei den meisten Münzen sowie allen Barren steuerfrei. Daher bleibt es Ihrem Geschmack überlassen, ob Sie lieber in Münzen oder Barren anlegen möchten. Die Anlage in Münzen bietet jedoch den Vorteil, dass diese aufgrund eines entstehenden Sammelwertes über den reinen Goldwert hinaus an Wert gewinnen können. Goldbarren hingegen werden immer zum entsprechenden Goldwert gehandelt.

Bei der Anlage in Silber ist die Münzform der Barrenform vorzuziehen, da Silbermünze weitestgehend mit 7% besteuert werden. Silberbarren hingegen werden mit 19% besteuert.


Wie viel wiegt eine Unze (1 oz)?



Eine Unze (1 oz) ist die Maßeinheit, in der Edelmetalle angegeben werden. Dabei wiegt eine Unze genau 31,1034768 g. Ein 1000 g Goldbarren besteht entsprechend aus ca. 32,15 oz.


Was bedeutet z.B. die Angabe 916/1.000 bei Edelmetallen?



Der Feingehalt wird in Promille, also in 1000 Teilen des Gesamtgewichts, angegeben. Mit der Angabe 916/1.000 wird so der Anteil des Edelmetalls am Gesamtmetall ausgedrückt. So hat z.B. der Krügerrand einen Goldanteil von 916/1.000. Die restlichen Anteile sind Nichtedelmetalle wie z.B. Kupfer. Hierdurch erreicht man die für den Krügerrand charakteristische gold-rötliche Färbung. Um den Edelmetallwert auszurechnen nehmen Sie folgende Formel: Raugewicht/1000xFeinangabe (z.B. 15,5g/1000x900=13,95g).

Für gewöhnlich werden Goldmünzen und Barren in der Feinheit 999 geprägt, bzw. gegossen. Ganz besonders hochwertige Stücke sogar mit der Feinheit 999,9 oder 999,99. Diese haben aber aufgrund des sehr feinen Edelmetallanteils meistens einen höheren Preis, da die Verfahren zur Erreichung dieses Feinheitsgrades sehr aufwendig sind.