Unsere Geschichte



Nach Abschluss des Gymnasiums und einer zweijährigen Lehre zum Industriekaufmann in Bremen wechselte Achim Becker 1970 nach Hamburg in den Bereich Im- und Export, mit dem Ziel, als Auslandsvertreter der Handelsfirma eine deren Niederlassungen vor Ort in Fernost zu betreuen. Dieses ist gerade die Phase, in der sich die großen Konzerne unter Umgehung der Hamburger Im- und Exporteure direkte Wege zu ihren Quellen in den fernen Ländern suchen, so dass der große Traum, eine Firma in Fernost direkt zu vertreten, nicht verwirklicht werden kann. So wendet sich der junge Mann von Idealismus, Visionen und Tatendrang geleitet einer völlig neuen Phase seiner weiterführenden Ausbildung zu. 1972 wird die Banklehre abgeschlossen.

Schon Mitte 1971 entwickelt Achim Becker neben seiner Bank-Ausbildung von zu Hause (damals lebte er zur Untermiete in einem 25 m² großen Zimmer in einem Altbau) einen für seine Verhältnisse schwunghaften Handel mit Briefmarken. In diesem Zusammenhang bekam der Jungunternehmer Kontakt mit Münzen. Der Anfang waren die deutschen 5 DM Gedenkmünzen. Das Geschäft entwickelte sich rasant und machte die Gründung einer ordentlichen Firma Anfang 1972 notwendig: EMPORIUM HAMBURG als Einzelfirma ist geboren.

Der Begriff Emporium kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Stapelplatz oder Haupthandelsplatz. Die Bezeichnung wird von den Römern nach der Eroberung Griechenlands übernommen und fließt in den Sprachgebrauch ein. Zur Zeit der römischen Besetzung Germaniens in der Frühzeit nennt Rom seine Ansiedlung an der Elbe „Emporium Hamburgum“.

Achim Becker, Inhaber
Achim Becker, Inhaber

Eine der ersten Rechnungen von Emporium Hamburg.
Eine der ersten Rechnungen von Emporium Hamburg.

Das erste Büro im Hause eines gerade gewonnenen Münzkunden, der später dem jungen Unternehmer noch häufig mit seinem von Erfahrung getragenen Rat behilflich ist, wird gemietet – in der Lange Reihe 81, in St. Georg, im Herzen Hamburgs. Das Büro in der 3. Etage des 1960 gebauten Wohn- und Bürohauses ist inklusive Küche und WC nur knapp 80 qm groß. Für das „Lager“ gibt es einen Tresor, in dem die Münzen knapp hinein passen. Die Möblierung und der Stolz des Jungunternehmers besteht aus einer flächendeckenden Palisander-Wand, einem Palisander-Schreibtisch und drei Stühlen. Einer für den Chef, zwei für Kunden und Besucher. Noch im selben Jahr wird der erste Mitarbeiter eingestellt. Es ist der örtliche Briefträger. Gerade pensioniert, gibt dieser dem Unternehmer das was Achim Becker in seiner Jugend dem Kunden noch nicht direkt vermitteln kann. Oft wird der pensionierte Briefträger als Chef angesprochen. Von alter preußischer Schule geht er kerzengerade, die Schultern durchgedrückt und macht mit seinen 66 Jahren und grauen Haaren einen sehr seriösen Eindruck. 

In den selben Jahren werden erstmalig Münzenmessen - Börsen genannt - veranstaltet. Diese Veranstaltungen nehmen bald an Umfang und Bedeutung zu. Die eine oder andere hat im Laufe der Jahrzehnte an Weltruf gewonnen und einige sind heute noch über die Grenzen Europas weit bekannt, wie zum Beispiel die NUMISMATA oder die Münzenmesse Basel, die später ihren Sitz nach Berlin verlegte und dort unter der Bezeichnung „World Money Fair“  weltweit bekannt ist und im internationalen Münzgeschäft große Bedeutung hat. Die aufstrebende Münzhandelsgesellschaft Emporium Hamburg ist Gründungsmitglied der beiden bedeutendsten europäischen Münzenmessen:

  • NUMISMATA München
  • Internationale Münzenmesse Basel

Der alleinige Handel mit deutschen Händlern wird dem Anspruch des jungen Unternehmers nicht gerecht, so dass Achim Becker mit der Firma Emporium  Hamburg konsequent Kontakte zu den wichtigen Händlern und Prägestätten der Welt aufnimmt.


Achim Becker mit Nicholas Brady, dem Finanzminister der USA 1989.
Achim Becker mit Nicholas Brady, dem Finanzminister der USA 1989.

In den 70er und 80er Jahren wird das Warensortiment begonnen mit den DDR-Gedenkmünzen ständig weiter ergänzt. Es kommen historische deutsche Münzen hinzu. Der Vertrieb ausländischer Münzen in der Bundesrepublik ebenso wie deutscher Münzen im Ausland nimmt ständig an Umfang zu. Im Jahr 1980 wird ein exklusiver Distributionsvertrag mit der Deutschen Handelsbank Berlin Ost abgeschlossen. 1986 kommt der erste Vertrag mit der U.S. Mint dazu.

Im gleichen Jahr erfolgt die vollständige Anmietung des Hauses Lange Reihe 81 und ein  umfangreicher Umbau findet statt. Gleichzeitig wird das Ladengeschäft der EMPORIUM- Gruppe eröffnet.

Weiterhin erfolgt der konsequente Ausbau der internationalen Beziehungen, von Norwegen bis Italien, von Spanien bis Russland, aber auch Israel gehören zu den Handelspartnern der EMPORIUM-Gruppe.
 
Die steigende Nachfrage nach historischen Münzen macht 1983 die Gründung der numismatischen Abteilung der Emporium-Gruppe notwendig. Im gleichen Jahr findet die erste Münzauktion des Handelshauses statt. Diese entwickelt sich in den Folgejahren zu einem Magneten für Münzinteressierte aus aller Welt. Der Ausbau der Gruppe wird konsequent vorangetrieben, so kommen immer mehr Privatkunden in den Fokus der Firma.  Nur ein Jahr später 1984 wird die Emporium-Gruppe um den Einzelhandelsbereich, unter dem Namen „Emporium Merkator“ bekannt, erweitert - Ziel: Endverbraucher mit Münzen zu günstigen Preisen zu beliefern.
 
Seit der Firmengründung ist Achim Becker und die Emporium-Gruppe Jahr für Jahr auf den großen Münzbörsen in den USA vertreten. So auch auf der wichtigsten Münzbörse der American Numismatic Association (ANA). Daher ist es selbstverständlich und konsequent, dass die Geschäftsbeziehungen zu den wichtigsten großen U.S.- Händlern und -Banken zu den ältesten und wertvollsten Beziehungen der Emporium-Gruppe gehören.


Original Berliner Mauer auf der ANA in Seattle 1990.
Original Berliner Mauer auf der ANA in Seattle 1990.

In den Folgejahren wird der wichtige Distributions-Vertrag mit der international bekanntesten und renommiertesten Prägestätte, der U.S. Mint, geschlossen. So war der junge Unternehmer Ende der 80er Jahre zu Gast beim damaligen Außenminister James Baker. Dieses Treffen zählte ebenso zu den Höhepunkten wie das Treffen 1987 mit dem damaligen amerikanischen Finanzminister Nicholas Brady anlässlich der Verhandlungen über das Münzprogramm „200 Jahre U.S. Kongress“.

Die deutsche Wiedervereinigung geht auch an dem Unternehmer und der Emporium-Gruppe nicht spurlos vorbei. Vom geschichtsbezogenen Produkt Münze stark geprägt, wird die deutsche Wiedervereinigung zu einem ganz besonderen Thema.

Für die große Münzausstellung, die ANA in Seattle im August 1990 wird der Transport und die Ausstellung eines 4,50 m hohen und 4 Tonnen schweren Stückes der Berliner Mauer organisiert. Die Graffitidarstellung auf dem Stück der Berliner Mauer - eine verängstigte Gestalt klettert über die Mauer - sollte die Besucher der Ausstellung in Seattle zutiefst beeindrucken. Kaum zu glauben, es sind Tausende, die in dieser Woche zu dem Mauerstück strömen. Es spielen sich unglaubliche, geradezu herzzerreißende Szenen an dem Mauerstück ab, das auf mehrfach quergelagerten 4-Kanthölzer abgestellt wurde, mit Purpursamt untenherum drapiert, flankiert von zwei Videorekordern, die die Geschichte des Falls der Berliner Mauer zusammenfassen. Dieses Stück der Berliner Mauer geht in die Geschichte als „Bloody Erich“ ein. Das Mauerstück wird am 3. Oktober 1990 auf dem Capitol Hill in Washington, der Hauptstadt der USA, im Beisein des Sprechers des Repräsentantenhauses, Thomas F. Foley, des Majority Leaders des US-Senats, George J. Mitchell, des deutschen Botschafters in den USA,  Dr. Jürgen Ruhfuß und des Berliner Oberbürgermeisters, Walter Momper, feierlich enthüllt. Später wandert dieses Mauerstück auf eine große Reise durch die USA und Kanada, um schließlich nach Seattle zurückzugehen, um dort in die Sammlung von Bill Gates aufgenommen zu werden.


Achim Becker und seine Ehefrau Vera zusammen mit Herrn Oka auf der Börse in Singapur 1987.
Achim Becker und seine Ehefrau Vera zusammen mit Herrn Oka auf der Börse in Singapur 1987.

Ebenso intensiv sind die seit 1980 geknüpften Beziehungen zu Händlern in den asiatischen Städten, die durch Besuche der Messen in Hongkong, Singapur und Tokyo in den Folgejahren weiter gefestigt werden. Besondere Ehrung für Achim Becker und die Emporium-Gruppe stellt die Prägung einer deutsch-japanischen Gedenkmedaille in der Hamburgische Münze dar, auf der Achim Becker zusammen mit dem Firmen-Patriarchen von Taisei Tokyo/Japan, Herrn Masamichi Oka, zu sehen ist. Die Öffnung der Tore des Reichs zur Mitte China nutzt die Emporium-Gruppe, um Kontakte nach China und dem dortigen Handel zu schließen. Seit der ersten Münzbörse in Peking 1995 ist die Gruppe dort jährlich vertreten.


Die ehemalige Firmenzentrale in der Sorbenstraße (1994-2004).
Die ehemalige Firmenzentrale in der Sorbenstraße (1994-2004).

Im Jahr 1994 macht es die Vergrößerung der Unternehmensbereiche Großhandel, Numismatik und Versandhandel notwendig, die Geschäftsräume zu vergrößern. Es erfolgt der Umzug in die Sorbenstraße im Stadtteil Hamm.

Mit der Euroeinführung 2002 wird ein neues Kapitel in der europäischen Münzgeschichte aufgeschlagen. Erstmalig führen die Nationen der „Alten Welt“ eine gemeinsame Währung ein und wachsen mehr zusammen als jemals zuvor. Für die Münzsammler eröffnet sich ein völlig neues Sammelgebiet, das in Deutschland durch die Emporium-Gruppe sowohl im Groß- wie auch im Versandhandel vertrieben wird. Dadurch gelingt die Festigung der Geschäftsanteile auf dem deutschen Markt.


Der Unternehmer, seit 40 Jahren im Geschäft, kennt inzwischen fast ausnahmslos alle großen Händler und bedeutenden Münzprägeanstalten der fünf Erdteile. Die langjährigen Erfahrungen und der Umfang des Geschäftes und die Zuverlässigkeit des Hauses haben die Emporium-Gruppe zu einem weltweit geschätzten Partner gemacht. Ganz nebenbei hat der Unternehmer auf den vielen Reisen wertvolle Eindrücke von Menschen, Kulturen und deren Umgebung gewinnen können. So entstand Mitte der 90er Jahre der Wunsch getragen von dem Ziel, ein eigenes Geschäftsgebäude zu bauen.


Unser Firmengebäude, das Störtebeker Haus im Herzen von Hamburg.
Unser Firmengebäude, das Störtebeker Haus im Herzen von Hamburg.

Schon während der Schulzeit entwickelte Achim Becker als junger Mensch zwei Schwerpunkte, die damals bei der Berufsentscheidung die Alternative Architekt oder Kaufmann heranreifen ließen. Damals entschied er sich für den Kaufmann, dennoch ist der Architekt immer in ihm wach geblieben. Auge und kreativer Sinn haben über die Jahre viele Gedanken zusammengetragen, die sich bei der Gestaltung des Firmengebäudes zu einem Leitfaden bündeln sollten. So folgte der Firmeneigner nicht dem allgemeinen Hamburger Trend nach Stahl, Beton und Glasfassade, sondern es sollte ein Gebäude nach alter hanseatischer Kaufmannsweise sein. Im Herbst 2004 wird das neue firmeneigene Gebäude, das Störtebeker-Haus, fertig gestellt. Während des letzten Jahres der Planungsphase und ebenso während der Bauzeit hat die Gestaltung des Gebäudes bis ins letzte Detail noch eine ungeahnte Dimension entwickelt. Jeder Stein, jede Ecke, jedes Detail hat Achim Becker gedanklich und mit eigenen Handskizzen begleitet. Nur so war es möglich, in das Gesamtobjekt von fast 14.000 m² Bürofläche mit vier Treppenhäusern eine durchgehende Linie und Strategie zu bringen.

Das Störtebeker-Haus im Herzen der City Süd ist mit dem Auto nur 5 Minuten von der Innenstadt entfernt und ist verkehrstechnisch aus allen Himmelsrichtungen leicht zu erreichen. Anlässlich des Jubiläums „700 Jahre Hamburg-Hamm“ schrieb 2006 der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust: „Hamm ist ein für viele Hamburger nur wenig bekannter Stadtteil. Völlig zu Unrecht ! Hamm-Süd hat so viel Erholungswert zu bieten, dass sowohl die Mittagspause, als auch der Feierabend abwechslungsreich und entspannend gestaltet werden können.“

Während der Zeit der Finanzkrise 2009/2010 ergänzte die Emporium-Gruppe den Großhandel  um den Bereich Edelmetallhandel. Auf dem Internetmarkt bekannt unter der Bezeichnung www.Silber-Werte.de stellen drei Händler An- und Verkaufskurse für Anlageprodukte der Bereiche Silber und Gold in jeder Größenordnung bereit.

Gold und Silber werden seit Menschengedenken als Ersatzwährung verstanden und gelten immer wieder in unsicheren Zeiten als zuverlässiger Hafen der Sicherheit. So war es logisch und konsequent, die Firmenstrategie um diesen Bereich zu erweitern.

Emporium steht heute mit seinen erfahrenen Mitarbeitern mit dem wohl größten Lager in der Bundesrepublik, sowohl dem deutschen wie auch dem internationalen Münzhandel als zuverlässiger Partner zur Verfügung.

Ob Sie nun 1.000 römische Denare, 1.000 Antoniniane, 1.000 Gold Solidi Ost-Roms, 1.000 Händlein-Heller Zahlgeld des Mittelalters, 1.000 Goldmünzen der Lateinischen Münzunion (5,8 g), 1.000 Silbermünzen des Kaiserreichs, 1.000 5-Mark-Stücke des Dritten Reichs, 1.000 Morgan oder Peace Dollar der USA, 1.000 Silberunzen Eagle, Elefant, Philharmoniker oder Maple Leaf, 1.000 Panda-Münzen Chinas, 1.000 Euro-Sätze 1 Cent bis 2 Euro der Euroländer oder 1.000 Krügerrand kaufen oder Gold verkaufen wollen, bei Emporium sind Sie immer richtig. Ob Sie Ihre Sammlung schätzen, verkaufen oder verauktionieren wollen, bei Emporium finden Sie immer ein offenes Ohr und einen Mitarbeiter, der sich um Sie kümmert und Ihnen weiterhilft. Bei Emporium sind Sie immer richtig.


Geschichte (chronologisch)



1972

Firmengründung EMPORIUM HAMBURG

1973

Erste Büros im Haus Lange Reihe 81, St. Georg, Hamburg

1973

Erster Besuch der internationalen Münzen-Messe in New York, USA

1976

Einführung der ersten EDV-Anlage Deutschlands im Münzhandel

1980

Vollständige Anmietung des Hauses Lange Reihe 81 – umfangreicher Umbau

1980

Distributions-Vertrag mit der Deutschen Handelsbank der DDR

1981

Eröffnung eines Ladengeschäftes in der Hamburger Innenstadt

1983

Erste Auktion durch die numismatische Abteilung

1984

Gründung des Versandhandels Emporium Merkator

1986

Erster Distributions-Vertrag mit einem ausländischen Münzamt, der US State Mint – weitere folgen

1993

Umstellung der EDV auf mittlere Datentechnik AS 400

1994

Umzug in die Geschäftsräume in der Sorbenstraße

1997

25 Jahre EMPORIUM GRUPPE

1998

Am 21. Januar wird in der Neuen Börse zu Hamburg zum Jubiläum „10000 Tage EMPORIUM GRUPPE“ eingeladen.

2002

Euroeinführung und Festigung der Marktanteile auf dem deutschen Münzmarkt

2004

Fertigstellung des neuen firmeneigenen Gebäudes, das Störtebeker Haus

2009

Erweiterung der Geschäftsbereiche um den Edelmetallhandel silber-werte.de

2012

Eröffnung des Hanseatische Münz- und Edelmetall-Kontor (HAMEKO)


Uhr, Prag, Turm